Das Wort „Messie" kann schon einige Vorstellungen hervorrufen.
Vielleicht hast du konkret Menschen im Sinn. Oder Fernsehdokumentationen – über Menschen umgeben von Massen an Konsumgütern, inmitten von Kisten. Sie leben in Wohnungen, in denen nur noch schmale Gänge frei sind, die durch eine Landschaft aus Kistentürmen und Unrat führen.
Vielleicht denkst du an psychologische Hintergründe und Möglichkeiten der Abhilfe.
Hast du aber auch auf dem Schirm, dass es dafür auch geistige und energetische Zusammenhänge gibt?
Zu diesem Thema möchte ich hier gerne einiges mit dir teilen. Und es wird auch um die Eigenschaft des Urteilens gehen, um Vorurteile und den Voyeurismus in Privatsphären gehen.
In diesem Artikel erfährst du:

Der Begriff „Messie" leitet sich von dem englischen Wort „mess" ab – was so viel wie Chaos, Unordnung oder Durcheinander bedeutet. Über das Chaos werde ich mal einen eigenen Blogartikel schreiben, denn wir bewegen uns ständig zwischen Chaos und Ordnung.
Ursprünglich stammt der Begriff aus den USA und wurde maßgeblich von der US-amerikanischen Pädagogin Sandra Felton geprägt, sie war übrigens selbst davon betroffen.
In der Fachsprache wird das Verhalten als „pathologisches Horten" (Compulsive Hoarding oder Hoarding Disorder) bezeichnet. Der Begriff Messie wird überwiegend in Deutschland umgangssprachlich verwendet. Im englischsprachigen Raum und gar im medizinischen Kontext nicht. Mehr zu dieser psychischen Störung findest du im MSD Manual.
Als Krankheitssymptom heißt es „Messie-Syndrom“. Es gibt unterschiedlich schwere Grade. Der schwerste Grad ist das Vermüllungssyndrom.
Beim Messie-Syndrom energetisch gesehen geht es um die Anhäufung von Dingen – und gleichzeitig um die Anhäufung von „Schmutz". Es kann als eine leichte Schwäche daherkommen oder auch als schwere Symptomatik, bei der sich Verhaltensstörungen mit emotionalen und neurologischen Störungen verstärken (deswegen heißt es Syndrom).
Das Messie-Syndrom drückt sich in der materiellen Welt über die Gegenstände und Sachen aus, geistig-energetisch zeigt es auf, dass diese Menschen sich nicht von Gedankengut trennen können. Und es zeigt sich sogar in Form von Müll und Schmutz.
Sich von etwas oder jemandem zu trennen wird allgemein hin mit Verlust und Mangel gleichgesetzt. Oder zumindest damit, dass die betroffene Person danach in gewisser Weise schlechter gestellt ist. Das sind die Themen, die die Betroffenen bearbeiten können - sofern sie dies wollen. Denn oft sind diese Menschen in dem Messie-Muster festgefahren, einschließlich der Selbstverurteilung, die ihnen von außen ja bei fast allen Alltagssituationen gespiegelt wird. Sie sind plakativ sichtbar „gestört“ und entsprechen nicht der gesellschaftlichen Norm von Ordnung und Sauberkeit.

Hast du noch nie hin und her überlegt, was du mit einem alten Haushaltsgegenstand machst, der noch vollkommen intakt und funktionsfähig ist? Lass es einen mechanischen Milchschäumer sein oder ein Tablett. Die du doppelt und dreifach zu Hause hast – und die Platz beanspruchen. Manchmal sogar Pflege, wenigstens aber das Staubwischen und Räumen.
Menschen, die wir als Messies bezeichnen, haben genau da eine vielfache Blockade. Sie können sich nicht entscheiden und erkennen den Wert von Ausmisten und Freiraumschaffen nicht – im Gegenteil. Alles ist gleich wertvoll. Es kommt zu einer Überladung, ja auch zu einer Überlastung.
Es geht um eine tiefe Entscheidungsblockade und ein Trennungstrauma – das geistig wie energetisch wirkt.
Wenn du Menschen in deinem näheren Umfeld oder in der Familie hast, die das Messie-Dasein leben und du so auf die eine oder andere Weise damit konfrontiert wirst – dann geht es um gleiche Gedankenmuster. Und zwar solche, die ihr beide habt.
Denn auch geistig-energetisch gilt der Satz:
„Gleich und gleich gesellt sich gern."
Ein Gedanke, ein Gedankengebäude und alles, was damit direkt und indirekt in Verbindung steht, wird nicht erlöst, sondern wird nur ad acta gelegt. Alles wird aufbewahrt wie in einem Archiv, in einem Regal, so dass alles jederzeit greifbar und sichtbar ist. Und das braucht Kraft und Energie, die dann den Betroffenen wieder für die Weiterentwicklung fehlen.
Bei jeder Beschäftigung mit dem Thema geht es bei den Betroffenen um das Eingemachte, das Ausgemachte – und auch um, im wahrsten Sinne des Wortes, um das Hausgemachte.

Eine Freundin von mir wurde nach dem Tod ihrer Mutter zum Messie. Da waren Gedanken und „Gedankengemälde", die sie weder verarbeiten noch entsorgen konnte – wörtlich für „sich einer Sorge entledigen".
Vielleicht ist dir dieses Thema auch schon einmal in der Familie begegnet, als du eine Wohnung ausmisten musstest. Vielleicht waren dort Gegenstände in mehrfacher Ausfertigung vorhanden und die Räume glichen einem Warenlager, einer Buchhandlung – nur für den Eigengebrauch. Vielleicht war dort wirklich alles abgelegt. Inklusive halb gefüllter Pizzaschachteln und leerer Lebensmittelpackungen.
Oder du hast schon einmal ein Auto am Straßenrand gesehen, das so vollgepackt war mit allem Möglichen und Unmöglichen, Nützlichem und Unnützlichem, dass du dich gefragt hast: Wie schwer ist dieses Auto wohl schon allein – ohne Insassen, ohne normales Gepäck? „Es" wohnt schon darin, würde ich sagen.
Schau her,
wenn dich das Thema Messie-Sein und das Horten ganz besonders beschäftigt – oder wenn es in deinem Umfeld auftritt –, dann ist es auch dein Thema. Selbst wenn du es nicht im Außen lebst. Oder vielleicht sogar das Gegenteil: dass bei dir alles geordnet und aseptisch aussehen muss.
Es geht darum, wie du mit deinem inneren Haus – es entspricht deinem inneren Körper – umgehst und was du für eine Beziehung zu ihm hast.
Bist du in Fürsorge und Liebe mit dir selbst?
Oder lässt du dich selbst außer Acht?
Natürlich macht es ein solches Symptom beziehungsweise Syndrom leicht, dass man sich selbst als „gesund" empfindet – oder als „richtig“. Im Gegensatz zu den eher leisen psychischen Erkrankungen ist das Messie-Syndrom meist auffällig sichtbar.
Außerdem sehen sich Betroffene immer schnell den vermeintlich guten Ratschlägen ausgesetzt – es sind auch Schläge. Da heißt es schnell: Man könnte ja einfach ausmisten und aufräumen. So wie es in den TV-Formaten suggeriert wird, gedreht in Nahaufnahmen von Wohnungen, die den Voyeurismus im Publikum bedienen.
Dem Messie-Syndrom liegt jedoch eine Ursache zugrunde. Noch vor der psychologischen und neurologischen Störung liegt eine geistig-energetische Störung vor.
Es kann um Verlustangst gehen, um empfundene Schutzlosigkeit und um die mangelnde Selbstfürsorge für den eigenen Körper – der auch durch die Wohnung dargestellt wird. Oder durch ein Auto.

Räume speichern. Wohnungen sprechen. Und das, was sich im Außen - in deiner Wohnung - zeigt, hat seinen Ursprung immer im Innen.
Das Messie-Dasein ist in diesem Sinne kein Versagen – es ist ein sichtbar gewordenes Muster. Eine Form, in der das Innenleben einen Weg nach draußen gefunden hat.
Was also, wenn wir aufhören, zu urteilen – und stattdessen beginnen zu fragen:
Die energetische Harmonisierung von LICHTWOHEN schafft hier die dauerhafte geistig-energetische Basis, dass die Betroffenen überhaupt erst einmal beginnen können, sich in den eigenen vier Wänden wohlzufühlen. Aus diesem Wohlgefühl und der positiven Wirkung auf das Nervensystem heraus entsteht ein „neuer“ Raum, den die Menschen dann beginnen, ebenfalls neu zu gestalten. Sie finden dazu wieder die Kraft und die Entschlossenheit. Begleitend dazu biete ich spirituelle Gespräche an, um sie bei diesem Übergang zu stärken.
Bitte beachte: Die Betroffenen müssen dies selbst wollen.

Nimm dir einen ruhigen Moment. Vielleicht einen Becher Tee, eine kurze Pause am Morgen.
Gehe in Gedanken durch deine Wohnung – oder durch einen einzelnen Raum. Nicht um zu bewerten, nicht um zu urteilen. Nur um wahrzunehmen.
Frage dich dabei:
Du musst heute nichts tun. Diese Übung ist kein Auftrag zum Ausmisten. Sie ist eine Einladung, innezuhalten und hinzuhören – bei dir selbst und bei deinen Räumen.
Nimm einige tiefe Atemzüge durch die Nase, atme ein und aus.
Alles, was nicht zu mir gehört, geht wieder zu seinem Ursprung zurück.
Am Ende dreimal durch die Nasen einatmen und durch den gespitzten Mund hörbar laut ausatmen.
Das Messie-Syndrom hat viele Gesichter. Sei behutsam mit ihnen, wo auch immer sie dir begegnen - sie könnten eine Facette von dir sein.
Wenn du dich von diesem Artikel berührt fühlst – ob du nun selbst betroffen bist, jemanden kennst oder einfach spürst, dass irgendetwas in dir oder deinen Räumen „wohnt", das eigentlich längst gehen dürfte –, dann ist es sicher kein Zufall, dass du bis hierher gelesen hast.
Bitte beachte: Dein Körper ist dein innerstes Haus. Deine Wohnung ist sein Spiegel. Beide verdienen deine liebevolle Hinwendung.

Wenn du spürst, dass du lange an Gedanken und Dingen festhältst und nicht offen für Neues bist oder wenn du für jemanden in deinem Umfeld einen neuen Blick suchst, dann melde dich gerne bei mir.
Gemeinsam schauen wir auf die energetische Situation deiner Räume und darauf, was sie über dein inneres Haus erzählen. Meine Transformative Harmonisierung ist dabei ein kraftspendender erster Schritt.
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Herzlichst, Gudrun

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